Hochland, Gletscher und Geysire
Keflavik
Ihr Hotel
Reiseart:
Busreise, Gruppenreise
Eine Reise für Naturliebhaber: Für alle, die das Meer und die Küstenlandschaften lieben, aber auch einen Einblick in das Herz Islands, das raue Hochland, erhalten möchten. Eine Hochlanddurchquerung auf der Kjölur-Route gehört zu den Highlights dieser Reise!
Garantierte Durchführung:
Ja
Deutschsprechende Reiseleitung
Ja
Leistungen:
Inklusivleistungen/Aktivitäten inklusive, Rundreise/Garantierte Durchführung ab 4 Personen, Verpflegung/Viele Mahlzeiten inklusive
Highlights:
Reykjavik, Kaldidalur, Landmannalaugar, Throsmörk, Skaftafell, Jökulsarlon, Egilstadir, Asbyrgi, Dettifoss, Myvatn, Siglufjördur, Skagafjördur, Kjölur, Reykjavik
Reiseverlauf:
1. Tag: Keflavik - Reykjavik
(Donnerstag) Individuelle Anreise nach Keflavik. Sammeltransfer mit dem öffentlichen Flughafenbus (Flybus) nach Reykjavik. Eine Nacht in Reykjavik. Ca. 50 km/ca. 45 Min.
2. Tag: Hochlandparadies Landmannalaugar
(Freitag) Entlang des Gletscherflusses Thjorsa fahren Sie über Schotterpisten und durch einige Furten in das farbenprächtige Liparitgebirge Landmannalaugar, eine der schönsten Landschaften Islands. Auf einer Fläche von etwa 400 Quadratkilometern bedeckt das Vulkangestein die Landschaft rund um den Vulkan Torfajökull. Die Landschaft prägenden Rhyolith-Berge sind für ihre unglaublichen Farben weltberühmt. Das ständig wechselnde Licht lässt die Berge in immer wieder neuen Farbkombinationen aufleuchten. Nach einer kurzen Wanderung können Sie die Gelegenheit nutzen, in einer natürlichen heißen Quelle zu baden. An den Ausläufern des Vulkans Hekla entlang führt der Weg zurück an die Südküste. Eine Nacht an der Südküste. Ca. 275 km (Frühstück, Picknick/Lunchpaket, Abendessen)
3. Tag: Thorsmörk - Vik
(Samstag) Zwischen den Gletschern Myrdalsjökull und Eyjafjallajökull liegt das schöne Gletschertal Thorsmörk. Birkenwald, Gebüsch, Moos und eine leichte Vegetation gedeihen in dem geschützten Tal und bilden einen starken Kontrast zu den Gletschern in der Umgebung. Anschließend erwarten Sie die Wasserfälle der Südküste. Der Seljalandsfoss stürzt über 66 Meter von einer hohen Klippe in einen kleinen See. Er hat etwas ganz Besonderes zu bieten: Er ist weltweit einer der wenigen großen Wasserfälle, wo man sich hinter den Wasservorhang begeben kann. Nicht weit entfernt davon lockt ein weiteres Fotomotiv – der Skogafoss, der von einer Klippe herabstürzt, die einstmals die natürliche Küstenlinie Islands war. An der Gletscherzunge des Myrdalsjökull vorbei erreichen Sie Vik. Eine Nacht im Raum Vik. Ca. 160 km (Frühstück, Abendessen)
4. Tag: Skaftafell - Jökulsarlon
(Sonntag) Ihr Weg führt durch die riesige Ebene Myrdalssandur. Diese mondähnliche Landschaft aus schwarzem Lavasand wirkt ebenso ausgestorben wie faszinierend. Im Skaftafell Nationalpark erleben Sie die Gletscherriesen aus nächster Nähe. Eine Wanderung, die bei klarem Wetter eine unglaubliche Sicht auf die umliegenden Gletscher und Bergspitzen bietet, führt zum Wasserfall Svartifoss, der von schwarzen Basaltsäulen umgeben ist. Höhepunkt des Tages ist die Gletscherlagune Jökulsarlon, die ein beeindruckendes Bild bietet: leuchtendblaue Eisblöcke haben sich von der Gletscherzunge des Breidamerkurjökull gelöst und treiben jetzt Richtung Meer. Bei einer Bootsfahrt erleben Sie dieses Naturspektakel aus nächster Nähe. Am Diamant-Strand werden bei günstigen Wetterbedingungen kleine Eisberge, die ihren Weg in den Ozean gefunden haben, wieder ans Land gespült, wo sie liegenbleiben und eine einzigartige Fotokulisse bilden. Eine Nacht am Fuße des Gletschers Vatnajökull. Ca. 260 km (Frühstück, Abendessen)
5. Tag: Ostfjorde - Egilsstadir
(Montag) An der malerischen Ostküste geht es entlang zahlreicher Fjorde, die sich weit ins Land einschneiden und durch kleine Fischerdörfer, in denen sich herrlich entschleunigen lässt. Auf Ihrer Fahrt nach Egilsstadir sammeln Sie weitere Eindrücke von steilen Berglandschaften, flachen Strandregionen, Gletschern und Wäldern. Eine Nacht im Raum Egilsstadir. Ca. 250 km (Frühstück, Abendessen)
6. Tag: Halbinsel Tjörnes - Husavik
(Dienstag) Über die Hochlandebene Mödrudalur fahren Sie zum mächtigsten Wasserfall Europas, dem Dettifoss im Nationalpark Jökulsargljufur. Auf einer Breite von rund 100 Metern ergießen sich die Wassermassen lautstark mehr als 45 Meter in die Tiefe. Nördlich des Dettifoss treffen Sie auf die hufeisenförmige Asbyrgi-Schlucht. Lauschen Sie bei einem Spaziergang den Legenden, die sich um die Schlucht ranken. Über die Halbinsel Tjörnes geht es über das pittoreske Fischerdörfchen Husavik, dem Zentrum der Walbeobachtung in Island, zu Ihrem Übernachtungsziel. 2 Nächte im Raum Akureyri. Ca. 350 km (Frühstück, Abendessen)
7. Tag: Naturparadies Myvatn
(Mittwoch) Der Tag ist dem Gebiet rund um den Myvatn-See gewidmet. Das ausgesprochen vielfältige Gebiet präsentiert sich mit wundervollen Seeblicken, heißen Quellen, dampfenden Geothermalfeldern, Höhlen und Kratern. Zu den eindrucksvollsten Orten in Island gehört das Solfatarenfeld von Namaskard mit seinen dampfenden Fumarolen. Ein Spaziergang durch den Hexenkessel vermittelt ein Gefühl dafür, welche Kräfte und welche Hitze im Innern der Erde toben. Freunde der Thermalbäder kommen in der Blauen Lagune des Ostens, dem Myvatn Nature Bath auf ihre Kosten (fakultativ). Auf dem Rückweg halten Sie am Godafoss, dem „Wasserfall der Götter“. Wie ein lebendiger Vorhang fällt das Wasser des Godafoss in breiten Kaskaden über eine halbrunde Fallkante herab, die einem Amphitheater gleicht. Ca. 210 km (Frühstück, Abendessen)
8. Tag: Siglufjördur - Skagafjördur
(Donnerstag) Über die Fischerdörfer Dalvik und Olafsfjördur fahren Sie nach Siglufjördur – dem ehemaligen Zentrum der Heringsfischerei auf der Halbinsel Tröllaskagi. Hier erfahren Sie, welche Bedeutung der Heringsboom gegen Ende des 19. Jahrhunderts für Island und was es mit dem Kabeljaukrieg auf sich hatte. Weiter geht es durch den Skagafjord, die „Wiege des Islandpferds“, nach Varmahlid. Nirgendwo spielen die prachtvollen Tiere so eine große Rolle wie hier. Eine Nacht im Raum Varmahlid. Ca. 200 km (Frühstück, Abendessen)
9. Tag: Kjölur-Route - Gullfoss
(Freitag) Ein weiterer Tag im Hochland: Heute verlassen Sie die geteerten Straßen und folgen der Kjölur-Route durch das westliche Hochland zwischen den Gletschern Hofs- und Langjökull hindurch, Richtung Süden. Die Hochlandstrecke Kjölur war früher die einzige Verbindung zwischen Norden und Süden, die von Pferden genutzt wurde. Die Schotterpiste führt zunächst durch Heide- und Tundralandschaft. Im Hochtemperaturgebiet Hveravellir können Sie eine Pause einlegen und in warmen Quellen und einem Warmwasserteich baden. Farbige Sinterterrassen, fauchende Fumarolen, blubbernde Schlammtöpfe umsäumt von einem saftigen Grün der Gräser und Moose, die hier wachsen, bilden eine Oase in dieser sonst lebensfeindlichen Umgebung. Wenn Sie am Nachmittag wieder die Ringstraße erreicht haben, wird Sie der Gullfoss und der Geysir Strokkur, der alle 10 Minuten regelmäßig seine Wasserfontänen in den Himmel schießt, begeistern. 2 Nächte in der Region des Golden Circle. Ca. 290 km (Frühstück, Abendessen)
10. Tag: Thorsmörk
(Samstag) Zwischen den Gletschern Myrdalsjökull und Eyjafjallajökull liegt das schöne Gletschertal Thorsmörk. Hier erleben Sie noch einmal eine ganz andere Facette von Hochland. Ca. 230 km (Frühstück, Lunchpaket, Abendessen)
11. Tag Thingvellir Nationalpark - Reykjavik
(Sonntag) Zunächst fahren Sie am See Thingvallavatn entlang zum Nationalpark Thingvellir. Ein ganz besonderer Ort. Nicht nur Islands 1. Parlamant das Thing wurde hier abgehalten, hier treffen auch die amerikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander und bilden einen Graben. Weiterfahrt über die Hochlandstrecke Kaldidalur am Gletscher Langjökull. Von dort geht es zu den eindrucksvollen Lavawasserfällen Hraunfossar. Nicht weit entfernt liegt die ergiebigste Heißwasserquelle Europas bei Deildartunguhver. Die isländische Hauptstadt lernen Sie auf einer orientierenden Stadtrundfahrt kennen. Anschließend Abschied von Ihrer Reiseleitung und Nachmittag zur freien Verfügung. 2 Nächte in Reykjavik. Ca. 270 km (Frühstück)
12. Tag: Reykjavik
(Montag) Der heutige Tag steht Ihnen für eigene Unternehmungen zur freien Verfügung. Erkunden Sie Reykjavik auf eigene Faust oder unternehmen Sie eine Walbeobachtungsfahrt in die Bucht von Faxafloi (fakultativ). (Frühstück)
13. Tag: Reykjavik - Keflavik
(Dienstag) Sammeltransfer mit dem öffentlichen Flughafenbus (Flybus) zum Flughafen und individuelle Abreise. Ca. 50 km/ca. 45 Min. (Frühstück)
Inklusivleistungen:
- Gruppenreise lt. Reiseverlauf im hochlandtauglichen Geländebus (2.-11. Tag)
- Transfers ab/bis Flughafen Keflavik
- 12 Nächte in landestypischen Mittelklassehotels oder Gästehäusern in Zimmern mit Bad (DB1X)
- 12x Frühstück, 2x Picknick (Lunchpaket), 9x Abendessen
- Ausflüge und Eintritte: Bootsfahrt Gletscherlagune Jökulsarlon, Besuch Islandpferde-Show, 2x Museumseintritt
- Deutschsprechende Reiseleitung (2.-11. Tag)
- Reiseführer
Hinweis:
- Gesamtstrecke: ca. 2.600 km
- Mindestteilnehmerzahl: 4 Personen
(siehe Punkt 7 AGB) - Maximalteilnehmerzahl: 28 Personen
- Mindestalter: 8 Jahre
- Da die Rückflüge oftmals früh morgens erfolgen, ist ein früher Transfer zum Flughafen notwendig (ca. 4 Uhr). Bitte beachten Sie, dass nicht jedes Hotel zu dieser frühen Zeit ein Frühstück anbietet.
- Bei einer Teilnehmerzahl bis 16 Personen kann die Reise mit einer deutschsprechenden Fahrer-Reiseleitung (Driverguide) durchgeführt werden. Gegebenenfalls findet die Reise in umgekehrter Richtung statt.
- Die Busse in Island verfügen über einen guten technischen Standard. Es ist allerdings zu bedenken, dass die Busse den extremen Straßen- und Witterungsverhältnissen Islands ausgesetzt sind. Insbesondere bei Hochlandüberquerungen werden die Fahrzeuge daher teilweise stark beansprucht, was sich auch im äußeren Erscheinungsbild widerspiegelt. Staubentwicklung in den Bussen ist bei Fahrten über Schotterpisten nicht zu vermeiden. In den Bussen stehen keine Toiletten zu Verfügung, dafür werden ausreichend Stopps eingeplant. Je nach Größe der Gruppe und des Busses wird das Gepäck in einem Anhänger transportiert. Bei Gruppen unter 17 Personen wird mit Kleinbussen gefahren. Es gibt wenig Stauraum für Handgepäck.
- Die in dieser Tour enthaltenen Wanderungen sind leichte bis mittelschwere Touren. Dauer und Routing wird jeweils an die Gruppe angepasst.
- Bei Flügen mit Icelandair empfehlen wir die Buchung der Icelandair Saga Class für mehr Komfort.
- Programm- und Hoteländerungen vorbehalten
Ihr Reisezeitraum:
Donnerstags: 4.6.*, 18.6.*, 25.6.*, 2.7.*, 16.7.*, 23.7.*, 6.8.*, 20.8.*, 27.8.*, 3.9.*
*Mindestteilnehmerzahl erreicht (vorbehaltlich Stornierungen)
Kundeninformation
Kind: 8-11 J. (im Zusatzbett)
Zusatznächte: Reykjavik: Anf H, Leistung KEF99125B (DB3F)
Diese Leistungsbeschreibung ist gültig vom 1.1.2026 bis 31.12.2026.
Ihre Vorteile
- Großartige Landschaftserlebnisse: 3 Tage im Hochland unterwegs
- Naturparadies Myvatn
- Nationalparks Skaftafell und Thingvellir
- Gletscherlagune Jökulsarlon
- Fjordlandschaften Nordislands
Je nach gewähltem Reisedatum oder Reiseveranstalter können die in dieser Hotelbeschreibung genannten Leistungen vom tatsächlichen Angebot abweichen. Eine Beschreibung mit allen zu Ihrer Reisezeit verbindlich geltenden Leistungen finden Sie im Buchungsbereich. Wählen Sie Ihr Reisedatum aus und klicken Sie auf den Link am Angebot. Bei Pauschalreisen klicken Sie im Angebot auf „Details“ bzw. das Flugzeugsymbol. Unterhalb der Fluginformationen erscheint dann der Link „Hotelbeschreibung anzeigen“.
Zielgebiet
Die im Europäischen Nordmeer liegende Inselrepublik bezaubert durch faszinierende Landschaften mit Gletschern, brodelnden Vulkanen, tosenden Wasserfällen, warmen Quellen und imposanten Geysiren. Inseltypisch sind die zerklüfteten Fjorde und die mit Moos bewachsenen Lava-Ebenen. Eine große Menge der 330.000 Einwohner (ohne Elfen und Zwerge) lebt in buntbemalten Häusern, in idyllischen und ursprünglichen Fischerdörfern. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Anders in der weltoffenen Inselhauptstadt Reykjavík - sie ist der wichtigste Handelsplatz und industrieller sowie kultureller Mittelpunkt der Insel.
Mit über 100.000 Quadratkilometern ist Island die zweitgrößte Insel Europas, nach dem Vereinigten Königreich, und die größte Vulkaninsel der Welt. Kein Wunder, denn hier stoßen die euro-asiatische und die amerikanische Erdplatte aufeinander. Das Ergebnis dieser Begegnung sind rund 200 Vulkane, von denen etwa 30 noch aktiv sind. Die Vulkanausbrüche führen immer wieder zu Veränderungen der geothermalen Zonen. Diese Aktivitäten verschaffen Island eine der wichtigsten Ressourcen: die heiße Wasserkraft. Sie wird als Energiequelle genutzt und vor allem im Großraum Reykjavík zur Beheizung verwendet. Auf der ganzen Insel ist das Naturschauspiel der zahlreichen Geysire in seinen unterschiedlichen Ausprägungen zu bewundern - mit Wasserfontänen bis zu 60 Metern Höhe.
Für Mitteleuropäer ist es schwer vorstellbar, doch Klima und Beschaffenheit dieser eindrucksvollen Insel in der Nähe des Polarkreises sorgen für erstaunlich gute Lebensbedingungen. Mit über 78 Jahren bei Männern und fast 83 Jahren bei Frauen hat die isländische Bevölkerung eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. Die ersten Besiedlungen erfolgten vermutlich im späten 9. Jahrhundert, als sich der norwegische Wikinger Ingólf Arnarson und seine Weggefährten hier niederließen.
Heute lebt über die Hälfte der isländischen Bevölkerung in den Küstenregionen und im Großraum Reykjavík; die restlichen Einwohner leben vor allem in größeren Städten wie Akureyri, Selfoss, Egilsstadir und Vík. Das Hochland ist weitestgehend unbesiedelt und idealer Ausflugsort für all diejenigen, die abschalten und Natur pur genießen wollen. Weite Landesteile sind von erkalteter Lava, Gletschern, Seen und Sandwüsten bedeckt. Trotz der wenig markierten Wege ist Wandern die bevorzugte Freizeitbeschäftigung vieler Isländer und Urlauber.
Untrennbar ist Island mit Elfen und Zwergen verbunden. Sie sollen hier zwischen den Felsen der Insel leben, in friedlicher Gemeinschaft mit der Inselbevölkerung. In der Elfenstadt Hafnarfjördur bei Reykjavík gibt es sogar eine Elfenschule und ein Museum, in dem sich Island-Reisende über die Elfen und ihre Lebensart informieren können.
Orte
Im Norden der Insel liegt die beliebte Hafenstadt Akureyri. Sie gilt unter den Einwohnern als die Perle des Nordens und ist mit etwa 18.100 Einwohnern die viertgrößte Stadt Islands. Im Verkehrs- und Kulturzentrum des Inselnordens sind die Fischverarbeitung, der Schiffsbau, der Exporthafen und die Leichtindustrie die wichtigsten Wirtschaftssektoren. Akureyri ist ebenso bekannt für das angenehme Klima. Die Niederschläge sind für Island niedrig und die Sommer recht warm. Akureyri liegt am Fjord Eyjafjördur und wird von bis zu 1.400 Meter hohen Bergen umgeben. Die zahlreichen Grünflächen tragen zum Ruf als schönste Stadt der Insel bei. Einen ebensolchen Stellenwert nimmt der südlich des modernen Stadtzentrums liegende alte Stadtteil "Fjaran" ein, mit seinen nostalgischen Holzgebäuden. In Akureyri bleibt fast unbemerkt, dass nur 50 Kilometer entfernt der südliche Polarkreis beginnt.
Als das "Pompeji des Nordens" gilt die Insel Heimaey. 1973 brach hier ein Vulkan aus und verwüstete die größte der Westmänner-Inseln. Der Ort Heimaey liegt auf einem hügeligen Felsen und wird von Hafen und Flughafen umgeben. Heute wohnen hier etwa 4.000 Menschen, die sich untereinander kennen und das zehn Kilometer entfernte Island tatsächlich als "Festland" bezeichnen. Die übrigen 14 Westmänner-Inseln vor der isländischen Südküste sind unbewohnt und dienen als Weideland für Schafe, die im Frühjahr ausgesetzt und im Herbst wieder eingesammelt werden. Die Westmänner-Inseln sind zudem ein wichtiges Vogelreservat, unter denen die Millionen Papageientaucher den Platz als Wahrzeichen der Westmänner-Inseln einnehmen.
Im Nordwesten Islands sind die Hafenstädte und Fischerdörfchen vor allem wegen der verträumten Fjorde und den imposanten Wasserfällen, wie dem Dynjandi-Wasserfall, eine Reise wert.
Was wörtlich übersetzt ganz banal "Rauchbucht" heißt, ist die weltberühmte Stadt Reykjavík. Sie ist das Zentrum des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens auf Island. Etwa 200.000 Menschen leben im Großraum der modernen Inselhauptstadt, die eine bedeutende Rolle im Nationalbewusstsein einnimmt. Reykjavík liegt malerisch eingebettet an einer von Bergen umgebenen, riesigen Bucht. Schon seit Ewigkeiten dienen der Stadt heiße Quellen als natürliche Heizung. In der vielfältigen Stadt lösen sich traditionelle Holzhäuser mit modernen Büro- und Verwaltungsgebäuden ab und geben der Stadt ein weltoffenes, einzigartiges Flair. Neben prominenten Sehenswürdigkeiten wie der Kirche Hallgrímskirkja und dem Konzerthaus Harpa, sorgen einladende Restaurants, Cafés, das ausgeprägte Nachtleben und vielfältige, kulturelle Highlights für den ganz besonderen Charme dieser Stadt. Historische und weltpolitische Ereignisse spielten sich im Haus Höfdi ab. Hier fand das entscheidende Treffen zwischen Ronald Reagan und Michael Gorbatschow zu Zeiten des Kalten Krieges (1986) statt - der Auftakt zur bedeutendsten Nachkriegsepoche.
Von immenser Bedeutung für das Inselleben war die erste Zusammenkunft des isländischen Parlaments in Thingvellir. Hier wurde am 17. Juni 1944 die unabhängige Republik Island ausgerufen. Seit diesem bedeutenden Ereignis trifft man sich alljährlich, um am Nationalfeiertag die Staatsgründung zu zelebrieren. Ein landschaftliches Highlight ist der 50 Quadratkilometer große und 1930 zum Nationalpark erklärte Thingvellir-Nationalpark. Seit 2004 genießt er den Schutz als Welterbe der UNESCO.
Wissenswertes
Ländername:
Republik Island
Hauptstadt:
Reykjavík (etwa 121.000 Einwohner)
Staatsform:
Island ist eine parlamentarische Republik.
Lage und Klima:
Aufgrund des Golfstromes ist das Klima auf Island recht mild, jedoch deutlich kälter als in Mitteleuropa. Die Sommer sind eher kühl und regnerisch mit Tagesdurchschnittswerten unter 15 Grad Celcius. Die Winter sind mild mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ende August lässt sich das farbenprächtige Nordlicht bewundern. Die Dauer von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang beträgt in den Sommermonaten nur zwei Stunden.
Bevölkerung:
Auf Island leben rund 330.000 Menschen.
Sprachen:
Die Amtssprache ist Isländisch. Mit Englisch, Dänisch und Deutsch kommt man gut zurecht.
Währung:
Die Landeswährung ist die Isländische Krone (ISK). 1 Euro = 154,65 ISK (Stand 06.03.2014).
Maße und Gewichte:
Auf Island gilt das metrische Maß- und Gewichtssystem.
Strom:
220 Volt, 50 Hertz; Zwischenstecker nicht erforderlich.
Zeitunterschied:
MEZ - 1; Sie müssen also Ihre Uhr um eine Stunde zurückstellen.
Auskunft:
Isländisches Fremdenverkehrsamt, Rauchstraße 1, D-10787 Berlin, Telefon: +49 (0) 30 - 505 042 00, E-Mail: info@icetourist.is, Internet: www.visiticeland.com.
Einreise:
Staatsbürger von Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen für die Einreise einen mindestens noch drei Monate gültigen Reisepass oder Personalausweis. Seit dem 26. Juni 2012 sind Kindereinträge im Reisepass der Eltern ungültig. Kinder benötigen beim Grenzübertritt ein eigenes Reisedokument wie einen Kinderreisepass, einen Reisepass oder einen Personalausweis.
Gesundheit:
Impfvorschriften und gesundheitliche Bedingungen können sich kurzfristig ändern. Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite Ihres Reiseveranstalters und konsultieren Sie rechtzeitig Ihren Hausarzt. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), die im Falle einer Behandlung vorgelegt werden muss. Die EHIC ersetzt seit dem 1. Juni 2004 den Auslandskrankenschein Formular E 111.
Fotografieren:
Island bietet traumhafte Farben und eine Vielzahl interessanter landschaftlicher Motive. Bitte fragen Sie Menschen um Erlaubnis, bevor Sie sie fotografieren. Bitte achten Sie bei öffentlichen Gebäuden auf Hinweisschilder, die auf ein eventuelles Fotografierverbot aufmerksam machen.
Sehenswertes
Die Blaue Lagune:
Auch im rauen Island gibt es eine Blaue Lagune - sie liegt allerdings nicht an türkisblauem Meer und weißen Sandstränden. Die Blaue Lagune ist ein Abwassersalzsee des geothermischen Kraftwerks in Svartsengi. In diesem Hochtemperaturgebiet erreichen die Salzwasserquellen Temperaturen bis zu 240 Grad Celsius. Dem mineralienreichen Abflusswasser des Kraftwerks wird eine heilende Wirkung zugeschrieben. Deshalb wurde hier ein Thermalbad für 700 Badegäste eröffnet. Bei einer Wassertemperatur von etwa 38 Grad Celsius lassen sich die niedrigen Lufttemperaturen einfacher verdrängen. Für das umweltfreundliche Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur wurde die Blaue Lagune im Oktober 1999 mit dem Umweltpreis des isländischen Fremdenverkehrsrates ausgezeichnet.
Gullfoss:
Der "Goldene Wasserfall" - so lautet die wörtliche Übersetzung von Gullfoss - ist ein Wasserfall des Gletscherflusses Hvítá, der in zwei Stufen 32 Meter tief hinabstürzt.
Hekla:
Angsteinflößende Berühmtheit erreichte der 1.491 Meter hohe Vulkan. Hekla war im Mittelalter sogar in ganz Europa als das "Tor zur Hölle" berüchtigt. Glücklicherweise liegt sein letzter großer Ausbruch schon über 60 Jahre zurück, wenn auch kleinere im Januar 1991 und März 2000 stattfanden. Jahrhundertelang zerstörte der Hekla fruchtbare Weidegebiete der geplagten Inselbevölkerung.
Perlan:
Ein touristisches Highlight der Inselhauptstadt ist das Perlan ("Perle"). Dieser Warmwasserspeicher steht auf einer Anhöhe in einer Glaskuppel. Durch vier Tanks, die mit 24 Millionen Litern brodelndem Thermalwasser gefüllt sind, bleibt es permanent warm. In der 1.000 Quadratmeter großen Fläche befinden sich auch ein Wintergarten mit Palmen, Feigenbäumen, eine Simulation des Geysirs Strokkur und ein Restaurant, das sich pro Stunde um 360 Grad dreht. Zudem gibt es eine Aussichtsplattform mit Blick über die ganze Stadt.
Skógafoss:
Vom höchsten Wasserfall Islands stürzen bei einer Falltiefe von 60 Metern immense Wassermassen hinab.
Strokkur:
Der Strokkur ist als aktiver Geysir (Springquelle) ein häufig besuchter Publikumsmagnet. Alle fünf bis zehn Minuten speit das "Butterfass" eine bis zu 35 Meter hohe Fontäne aus.
Lesenswertes
Island.
Jens Willhardt und Christine Sadler, Michael Müller, 2015. Ein 730-seitiges Reisehandbuch mit aktuellen, umfangreichen Informationen und ausführlichen, ehrlichen Texten zu Island.
Städteführer Reykjavik: Reiseführer mit Faltkarte.
Sabine Barth, Vista Point, 2016. Sehr kompakter Cityguide mit ausfaltbarerer Karte und den wichtigsten Informationen zur Hauptstadt Islands. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Reise Know-How CityTrip Reykjavík.
Alexander Schwarz und Sabine Burger, Reise Know-How Verlag Rump, 2016. Umfangreicher Cityguide mit Extrakarte und ausführlichen Informationen.
Reisen mit Kindern
Island ist ein einzigartiges Urlaubsziel, das seine Gäste auf unterschiedliche Art bezaubern kann. Die für Mitteleuropäer eher unbekannte Natur ist es immer wert, auf kleinen oder ausgeprägten Wanderungen erlebt zu werden. Die zahlreichen Wasserfälle, Geysire und Vulkane sind landschaftliche Besonderheiten, die der ganzen Familie für immer in Erinnerung bleiben werden.
Daneben bietet Island eine ganz eigenartige Besonderheit: die Welt der Elfen! Der Kult um die Existenz von Fabelwesen ist das ideale Medium, das Interesse und die Begeisterung der Kinder für die Ausflüge zu den Naturschauspielen zu wecken. Besuchen Sie doch einmal das Elfen-Museum in Hafnarfjördur. Als Vorbereitung auf eine Reise ins Reich der Elfen empfiehlt sich die 2011 erschienene Neuausgabe von "Die Elfe im Schlafsack" von Wolfgang Müller, veröffentlicht im Verbrecher Verlag. Es vermittelt den Kindern die Zusammenhänge zwischen Elfen und Island.
Ein durchaus wirklicher aber nicht minder aufregender und eindrucksvoller Ausflug für Groß und Klein, ist eine Wal- und Delphinbeobachtung, an der man in Stykkishólmur und Kevlavík teilnehmen kann. Ein nasses Vergnügen ist ein entspannender Ausflug zur "Blauen Lagune". In der illustren Badeumgebung kann die ganze Familie bei 38 Grad Celsius warmem Wasser relaxen. Ein unauslöschliches Naturschauspiel ist die Mitternachtssonne. Die Sommernächte sind durchgängig hell und speziell im Norden lässt sich im Juni die Mitternachtssonne am besten beobachten.