Island - Land und Leute
Keflavik
9 Nächte, ab 21.6.2026, Doppelzimmer, Laut Programm, ab Frankfurt
Ihr Hotel
Reiseart:
Busreise, Gruppenreise
Island erleben wie die Einheimischen: beim Besuch von kleinen Farmen lokale Spezialitäten probieren, großartige Landschaften erleben und in charmanten Unterkünften wohnen. Eine Reise für Genießer!
Garantierte Durchführung:
Ja
Deutschsprechende Reiseleitung
Ja
Leistungen:
Inklusivleistungen/Ausflüge inklusive, Rundreise/Besondere Unterkünfte, Rundreise/Garantierte Durchführung ab 4 Personen, Sparvorteile/Frühbuchervorteil, Verpflegung/Viele Mahlzeiten inklusive
Highlights:
Snæfellsness, Bjarnahöfn, Erpsstadir, Skagafjördur, Siglufjördur, Dettifoss, Myvatn, Ostküste, Vatnajökull, Jökulsarlon, Golden Circle, Thingvellir, Gullfoss
Reiseverlauf:
1. Tag: Keflavik - Reykjavik
(Sonntag) Individuelle Anreise nach Keflavik und Sammeltransfer mit dem Flughafenbus nach Reykjavik. Eine Nacht in Reykjavik. Ca. 50 km/ca. 45 Min.
2. Tag: Reykjavik - Snaefellsness
(Montag) Ihr erster Ausflug führt auf die langgestreckte Halbinsel Snaefellsnes, an deren Spitze der mystische Stratovulkan und Gletscher Snaefellsjökull thront, der schon so manchen Schriftsteller inspirierte. Wer die „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne gelesen hat, muss den Vulkan, von dem aus die Reise in die Tiefe der Erde beginnt, eigentlich mal mit eigenen Augen gesehen haben. Nahe der Stadt Grundafjördur erhebt sich der Kirkjufell. „Ein Berg geformt wie eine Pfeilspitze“, so wurde er in Game of Thrones beschrieben, doch schon lange vor seinem „Auftritt“ in dieser weltberühmten Fernsehserie, lockte er zahlreiche Fotografen und Naturliebhaber an. Sein keilförmiges Äußeres verdankt er den Eiszeitgletschern, die ihn von allen Seiten zugeschliffen haben. Anschließend sehen Sie am schwarzen Strand von Djupalonssandur, wie die Lava sich ihren Weg bis zum Meer gebahnt hat und unternehmen einen Spaziergang an der Küste von Arnastapi, wo die Kräfte des Nordatlantiks eine wild zerklüftete Steilküste hinterlassen haben und zahllose Meeresvögel auf den bizarren Klippen brüten. Eine Nacht auf der Halbinsel Snaefellsnes. Ca. 320 km/ca. 4 Std. (Frühstück, Abendessen)
3. Tag: Snaefellsness - Skagafjördur
(Dienstag) Unzählige Inseln bestimmen das Bild des Breidafjördur. In der von Landwirtschaft geprägten Region rund um Budadalur hat sich der Bauer von Erpsstadir darauf spezialisiert, in eigener Produktion aus den traditionellen Milchprodukten Skyr und Eis neue Spezialitäten zu kreieren. Selbstverständlich hält er eine Kostprobe für Sie bereit. Über einen Hochpass geht es auf geschichtsträchtigen Pfaden weiter in den Skagafjördur, der als die Heimat der isländischen Pferdezucht gilt. Beim Besuch eines Reiterhofs lernen Sie die Besonderheiten der Islandpferde kennen. Eine Nacht in Skagafjördur. Ca. 330 km/ca. 4,5 Std. (Frühstück)
4. Tag: Skagafjördur - Myvatn
(Mittwoch) Das ganze Jahr über von Schnee bedeckt, fallen die Berge der Halbinsel Tröllaskagi steil ab ins Meer. Auf der spektakulären Küstenstraße fahren Sie nach Siglufjördur. Der Ort erlebte seine Blütezeit während des „Heringsabenteuers“ in den 1960er Jahren. Nachdem die Heringsschwärme ausblieben, mussten sich die Einwohner des Ortes andere Erwerbsquellen erschließen. Aber noch heute spürt man den Geist der guten alten Zeit. Akureyri bildet als zweitgrößter Siedlungsraum ein wirtschaftliches und kulturelles Gegengewicht zur Hauptstadt im Süden, hat aber den Charme einer Kleinstadt am längsten Fjord des Landes bewahrt. In Akureyri haben Sie die Möglichkeit an einer Walbeobachtungsfahrt (optional zubuchbar, siehe Hinweis) teilzunehmen, um die Meeresriesen zu beobachten, die auf Futtersuche in den Fjord kommen. Tagesziel ist der See Myvatn, der mit seiner Vielfalt an vulkanischen Erscheinungen für viele als einer der Höhepunkte jeder Islandreise gilt. Eine Nacht in der Umgebung des Myvatn. Ca. 290 km/ca. 4 Std. (Frühstück, Abendessen)
5. Tag: Myvatn - Ostküste
(Donnerstag) In der Umgebung des Myvatn-Sees beeindrucken Lavalabyrinthe, Pseudokrater und Solfatarenfelder zwischen weißen Dampfsäulen. Ein Abstecher führt Sie in den Jökulsargljufur Nationalpark, wo der Dettifoss, Europas mächtigster Wasserfall, an einer Abbruchkante spektakulär 45 m in den gewaltigen Canyon stürzt. Danach erstaunen die Sand- und Schotterwüsten des östlichen Hochlandes bei Mödrdalur. Erst in den Tälern bei Egilsstadir geht die Landschaft wieder in sattes Grün über. Das Tagesziel liegt jedoch noch weiter im Osten, am „Ende der Straße“ unter den markanten Gipfeln der Dyrfjöll. Eine Nacht in Ostisland. Ca. 270 km/ca. 4 Std. (Frühstück, Abendessen)
6. Tag: Ostküste - Höfn
(Freitag) Fjord für Fjord windet sich die Straße entlang hoher Basaltgebirge und schroffer Felsküsten nach Süden. Der Hafen ist die Lebensader kleiner Fischerdörfer, die sich in den Fjorden verbergen. Djupivogur lädt mit seinen traditionellen Holzhäusern zu einer Rast vor der malerischen Kulisse ein. Bei Spaziergängen auf schier endlosen Stränden sind mit Glück auch Robben im Wasser zu beobachten. Bei Höfn erreichen wir schließlich das Einzugsgebiet des Vatnajökull – des größten Gletschers Europas. Eine Nacht in der Umgebung von Höfn. Ca. 320 km/ca. 4,5 Std. (Frühstück)
7. Tag: Höfn - Jökulsarlon - Kirkjubæjarklaustur
(Samstag) Zahllose Talgletscher, die sich von der riesigen Eiskappe zur Küste hinunter erstrecken, begleiten Sie auf Ihrer Fahrt den größten Teil des Tages. Am Breidamerkurjökull kalbt der Gletscher in die Lagune Jökulsarlon, die schon Filmkulisse für James Bond und Tomb Raider war. Bei einer Bootsfahrt zwischen den treibenden Eisbergen erleben Sie dieses Naturspektakel aus der besten Perspektive. Am Diamond Beach werden bei günstigen Wetterbedingungen kleine Eisberge, die ihren Weg in den Ozean gefunden haben, wieder ans Land gespült, wo sie liegen bleiben und eine einzigartige Fotokulisse bilden. Anschließend Fahrt entlang der Südküste zum Skaftafell Nationalpark. Die grünen Hänge des Skaftafell-Nationalparks bilden einen faszinierenden Kontrast zu den starren weißen Eisflächen der Gletscherzungen. Der wohl schönste Nationalpark Islands lockt mit einer einzigartigen Flora und Fauna. Eine Nacht in der Umgebung von Kirkjubæjarklaustur. Ca. 180 km/ca. 3 Std. (Frühstück)
8. Tag: Kirkjubæjarklaustur - Vik - Hella
(Sonntag) Der schwarze Strand von Vik, die Basaltfelsen Reynisdrangar und die Vogelinsel Dyrholey mit ihrem markanten Felsentor sind die Wahrzeichen des südlichsten Teils von Island. Am Fuße des Gletschers Myrdalsjökull und des berüchtigten Eyjafjallajökull stürzen die Wasserfälle Skogafoss und Seljalandsfoss eindrucksvoll über 60 Meter in die Tiefe. Der Seljalandsfoss lockt mit einem besonderen Erlebnis: hier bietet sich die Gelegenheit, hinter einem Wasserfall entlangzulaufen. Rinder-, Pferde- und Schafzucht sind die traditionelle Lebensweise der Bauern in den fruchtbaren Ebenen vor der Küste. Eine Nacht in der Umgebung von Hella. Ca. 200 km/ca. 3,5 Std. (Frühstück, Abendessen)
9. Tag: Hella - Golden Circle - Reykjavik
(Montag) Sie beginnen den Tag mit dem Besuch einer „Mini-Spinnerei“ beim Hof Kalfholt, wo Sie von den Betreibern erfahren, wie die Wolle seit Jahrhunderten genutzt und zu welchen Qualitätsprodukten sie von fachkundigen Händen verarbeitet wird. Krönender Abschluss der Rundreise ist der „Golden Circle“, ein Muss für jeden Islandbesucher: Sie beginnnen mit dem Geysire Strokkur der alle 10 bis 20 Minuten eine Säule von Wasser und Dampf in die Höhe schießt, ein einzigartiges Naturschauspiel. Weiter geht es zum mächtigen Wasserfall Gullfoss, der über zwei Stufen in einen tiefen, zerklüfteten Canyon stürzt. In Fridheimar lernen Sie beim Besuch auf einer Gewächshaus-Farm, wie Isländer sich die Geothermalenergie beim Gemüsebau zu Nutze machen. Danach geht es in den Thingvellir-Nationalpark (UNESCO-Weltkulturerbe). Im Jahr 930 tagte hier erstmals das isländische Parlament, eine Versammlung der freien Bauern und Goden. Spannend ist auch seine die tektonische Lage. Die Landschaft ist von Grabenbrüchen durchzogen und liegt genau in der Dehnungszone zwischen den Kontinentalplatten Nordamerikas und Eurasiens. Am späten Nachmittag sind Sie zurück in der bunten und quirligen Hauptstadt Reykjavik. Eine Nacht in Reykjavik. Ca. 200 km/ca. 3,5 Std. (Frühstück)
10. Tag: Reykjavik - Keflavik
(Dienstag) Sammeltransfer zum Flughafen mit dem Flughafenbus und individuelle Rückreise. Ca. 50 km/ca. 45 Min. (Frühstück)
Inklusivleistungen:
- Gruppenreise lt. Reiseverlauf im Reisebus
- Sammeltransfers mit dem öffentlichen Flughafenbus ab/bis Flughafen Keflavik
- 9 Nächte in Gästehäusern oder Landhotels in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC (DB1X/EB1X)
- 9x Frühstück, 4x Abendessen
- Deutschsprechende Reiseleitung (2.-9. Tag)
- Ausflüge und Eintritte: Bauernhof Erpsstadir inkl. Verkostung, Islandpferdehof, Bootsfahrt Gletscherlagune Jökulsarlon, Mini-Spinnerei Uppspuni, Gewächshaus-Farm Fridheimar
- Reiseführer
Hinweis:
- Gesamtstrecke: ca. 2.200 km
- Mindestteilnehmerzahl: 4 Personen (siehe Punkt 7 AGB)
- Maximalteilnehmerzahl: 24 Personen
- Mindestalter: 12 Jahre
- Die Transfers erfolgen zu allen Flügen, auch bei Verlängerungen, bei Angabe der Flugzeiten und Mitteilung von Flugzeitenänderungen.
- Bei Flügen mit Icelandair empfehlen wir die Buchung der Icelandair Saga Class für mehr Komfort.
- Bei einer Teilnehmerzahl bis 16 Personen kann die Reise mit einer deutschsprechenden Fahrer Reiseleitung (Driverguide) durchgeführt werden. Ggf. findet die Reise in umgekehrter Richtung statt.
- Zubuchbarer Ausflug: Walbebeobachtungsfahrt in Akureyri am 4. Tag: Anf TA Leistung KEF99979 (PX4)
- Hotel- und Programmänderungen vorbehalten.
Ihr Reisezeitraum:
Sonntags: 10.5., 21.6.*, 6.9.
*Mindestteilnehmerzahl erreicht (vorbehaltlich Stornierungen)
Ihr Sparvorteil:
Frühbucher: EUR 90 pro Person bei Buchung bis 31.1.
Kundeninformation
Zusatznächte: Reykjavik: Anf H, Leistung KEF11406B (DB1F)
Diese Leistungsbeschreibung ist gültig vom 1.1.2026 bis 31.12.2026.
Ihre Vorteile
- Island Pur - Authentische Gästehäuser und Landhotels
- Island Kulinarisch - Verkostungen einheimischer Spezialitäten
- Typisch Island - Besuch auf einem Gestüt für Islandpferde
- Atemberaubende Bootsfahrt auf der Gletscherlagune Jökulsarlon
Je nach gewähltem Reisedatum oder Reiseveranstalter können die in dieser Hotelbeschreibung genannten Leistungen vom tatsächlichen Angebot abweichen. Eine Beschreibung mit allen zu Ihrer Reisezeit verbindlich geltenden Leistungen finden Sie im Buchungsbereich. Wählen Sie Ihr Reisedatum aus und klicken Sie auf den Link am Angebot. Bei Pauschalreisen klicken Sie im Angebot auf „Details“ bzw. das Flugzeugsymbol. Unterhalb der Fluginformationen erscheint dann der Link „Hotelbeschreibung anzeigen“.
Zielgebiet
Die im Europäischen Nordmeer liegende Inselrepublik bezaubert durch faszinierende Landschaften mit Gletschern, brodelnden Vulkanen, tosenden Wasserfällen, warmen Quellen und imposanten Geysiren. Inseltypisch sind die zerklüfteten Fjorde und die mit Moos bewachsenen Lava-Ebenen. Eine große Menge der 330.000 Einwohner (ohne Elfen und Zwerge) lebt in buntbemalten Häusern, in idyllischen und ursprünglichen Fischerdörfern. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Anders in der weltoffenen Inselhauptstadt Reykjavík - sie ist der wichtigste Handelsplatz und industrieller sowie kultureller Mittelpunkt der Insel.
Mit über 100.000 Quadratkilometern ist Island die zweitgrößte Insel Europas, nach dem Vereinigten Königreich, und die größte Vulkaninsel der Welt. Kein Wunder, denn hier stoßen die euro-asiatische und die amerikanische Erdplatte aufeinander. Das Ergebnis dieser Begegnung sind rund 200 Vulkane, von denen etwa 30 noch aktiv sind. Die Vulkanausbrüche führen immer wieder zu Veränderungen der geothermalen Zonen. Diese Aktivitäten verschaffen Island eine der wichtigsten Ressourcen: die heiße Wasserkraft. Sie wird als Energiequelle genutzt und vor allem im Großraum Reykjavík zur Beheizung verwendet. Auf der ganzen Insel ist das Naturschauspiel der zahlreichen Geysire in seinen unterschiedlichen Ausprägungen zu bewundern - mit Wasserfontänen bis zu 60 Metern Höhe.
Für Mitteleuropäer ist es schwer vorstellbar, doch Klima und Beschaffenheit dieser eindrucksvollen Insel in der Nähe des Polarkreises sorgen für erstaunlich gute Lebensbedingungen. Mit über 78 Jahren bei Männern und fast 83 Jahren bei Frauen hat die isländische Bevölkerung eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. Die ersten Besiedlungen erfolgten vermutlich im späten 9. Jahrhundert, als sich der norwegische Wikinger Ingólf Arnarson und seine Weggefährten hier niederließen.
Heute lebt über die Hälfte der isländischen Bevölkerung in den Küstenregionen und im Großraum Reykjavík; die restlichen Einwohner leben vor allem in größeren Städten wie Akureyri, Selfoss, Egilsstadir und Vík. Das Hochland ist weitestgehend unbesiedelt und idealer Ausflugsort für all diejenigen, die abschalten und Natur pur genießen wollen. Weite Landesteile sind von erkalteter Lava, Gletschern, Seen und Sandwüsten bedeckt. Trotz der wenig markierten Wege ist Wandern die bevorzugte Freizeitbeschäftigung vieler Isländer und Urlauber.
Untrennbar ist Island mit Elfen und Zwergen verbunden. Sie sollen hier zwischen den Felsen der Insel leben, in friedlicher Gemeinschaft mit der Inselbevölkerung. In der Elfenstadt Hafnarfjördur bei Reykjavík gibt es sogar eine Elfenschule und ein Museum, in dem sich Island-Reisende über die Elfen und ihre Lebensart informieren können.
Orte
Im Norden der Insel liegt die beliebte Hafenstadt Akureyri. Sie gilt unter den Einwohnern als die Perle des Nordens und ist mit etwa 18.100 Einwohnern die viertgrößte Stadt Islands. Im Verkehrs- und Kulturzentrum des Inselnordens sind die Fischverarbeitung, der Schiffsbau, der Exporthafen und die Leichtindustrie die wichtigsten Wirtschaftssektoren. Akureyri ist ebenso bekannt für das angenehme Klima. Die Niederschläge sind für Island niedrig und die Sommer recht warm. Akureyri liegt am Fjord Eyjafjördur und wird von bis zu 1.400 Meter hohen Bergen umgeben. Die zahlreichen Grünflächen tragen zum Ruf als schönste Stadt der Insel bei. Einen ebensolchen Stellenwert nimmt der südlich des modernen Stadtzentrums liegende alte Stadtteil "Fjaran" ein, mit seinen nostalgischen Holzgebäuden. In Akureyri bleibt fast unbemerkt, dass nur 50 Kilometer entfernt der südliche Polarkreis beginnt.
Als das "Pompeji des Nordens" gilt die Insel Heimaey. 1973 brach hier ein Vulkan aus und verwüstete die größte der Westmänner-Inseln. Der Ort Heimaey liegt auf einem hügeligen Felsen und wird von Hafen und Flughafen umgeben. Heute wohnen hier etwa 4.000 Menschen, die sich untereinander kennen und das zehn Kilometer entfernte Island tatsächlich als "Festland" bezeichnen. Die übrigen 14 Westmänner-Inseln vor der isländischen Südküste sind unbewohnt und dienen als Weideland für Schafe, die im Frühjahr ausgesetzt und im Herbst wieder eingesammelt werden. Die Westmänner-Inseln sind zudem ein wichtiges Vogelreservat, unter denen die Millionen Papageientaucher den Platz als Wahrzeichen der Westmänner-Inseln einnehmen.
Im Nordwesten Islands sind die Hafenstädte und Fischerdörfchen vor allem wegen der verträumten Fjorde und den imposanten Wasserfällen, wie dem Dynjandi-Wasserfall, eine Reise wert.
Was wörtlich übersetzt ganz banal "Rauchbucht" heißt, ist die weltberühmte Stadt Reykjavík. Sie ist das Zentrum des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens auf Island. Etwa 200.000 Menschen leben im Großraum der modernen Inselhauptstadt, die eine bedeutende Rolle im Nationalbewusstsein einnimmt. Reykjavík liegt malerisch eingebettet an einer von Bergen umgebenen, riesigen Bucht. Schon seit Ewigkeiten dienen der Stadt heiße Quellen als natürliche Heizung. In der vielfältigen Stadt lösen sich traditionelle Holzhäuser mit modernen Büro- und Verwaltungsgebäuden ab und geben der Stadt ein weltoffenes, einzigartiges Flair. Neben prominenten Sehenswürdigkeiten wie der Kirche Hallgrímskirkja und dem Konzerthaus Harpa, sorgen einladende Restaurants, Cafés, das ausgeprägte Nachtleben und vielfältige, kulturelle Highlights für den ganz besonderen Charme dieser Stadt. Historische und weltpolitische Ereignisse spielten sich im Haus Höfdi ab. Hier fand das entscheidende Treffen zwischen Ronald Reagan und Michael Gorbatschow zu Zeiten des Kalten Krieges (1986) statt - der Auftakt zur bedeutendsten Nachkriegsepoche.
Von immenser Bedeutung für das Inselleben war die erste Zusammenkunft des isländischen Parlaments in Thingvellir. Hier wurde am 17. Juni 1944 die unabhängige Republik Island ausgerufen. Seit diesem bedeutenden Ereignis trifft man sich alljährlich, um am Nationalfeiertag die Staatsgründung zu zelebrieren. Ein landschaftliches Highlight ist der 50 Quadratkilometer große und 1930 zum Nationalpark erklärte Thingvellir-Nationalpark. Seit 2004 genießt er den Schutz als Welterbe der UNESCO.
Wissenswertes
Ländername:
Republik Island
Hauptstadt:
Reykjavík (etwa 121.000 Einwohner)
Staatsform:
Island ist eine parlamentarische Republik.
Lage und Klima:
Aufgrund des Golfstromes ist das Klima auf Island recht mild, jedoch deutlich kälter als in Mitteleuropa. Die Sommer sind eher kühl und regnerisch mit Tagesdurchschnittswerten unter 15 Grad Celcius. Die Winter sind mild mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ende August lässt sich das farbenprächtige Nordlicht bewundern. Die Dauer von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang beträgt in den Sommermonaten nur zwei Stunden.
Bevölkerung:
Auf Island leben rund 330.000 Menschen.
Sprachen:
Die Amtssprache ist Isländisch. Mit Englisch, Dänisch und Deutsch kommt man gut zurecht.
Währung:
Die Landeswährung ist die Isländische Krone (ISK). 1 Euro = 154,65 ISK (Stand 06.03.2014).
Maße und Gewichte:
Auf Island gilt das metrische Maß- und Gewichtssystem.
Strom:
220 Volt, 50 Hertz; Zwischenstecker nicht erforderlich.
Zeitunterschied:
MEZ - 1; Sie müssen also Ihre Uhr um eine Stunde zurückstellen.
Auskunft:
Isländisches Fremdenverkehrsamt, Rauchstraße 1, D-10787 Berlin, Telefon: +49 (0) 30 - 505 042 00, E-Mail: info@icetourist.is, Internet: www.visiticeland.com.
Einreise:
Staatsbürger von Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen für die Einreise einen mindestens noch drei Monate gültigen Reisepass oder Personalausweis. Seit dem 26. Juni 2012 sind Kindereinträge im Reisepass der Eltern ungültig. Kinder benötigen beim Grenzübertritt ein eigenes Reisedokument wie einen Kinderreisepass, einen Reisepass oder einen Personalausweis.
Gesundheit:
Impfvorschriften und gesundheitliche Bedingungen können sich kurzfristig ändern. Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite Ihres Reiseveranstalters und konsultieren Sie rechtzeitig Ihren Hausarzt. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), die im Falle einer Behandlung vorgelegt werden muss. Die EHIC ersetzt seit dem 1. Juni 2004 den Auslandskrankenschein Formular E 111.
Fotografieren:
Island bietet traumhafte Farben und eine Vielzahl interessanter landschaftlicher Motive. Bitte fragen Sie Menschen um Erlaubnis, bevor Sie sie fotografieren. Bitte achten Sie bei öffentlichen Gebäuden auf Hinweisschilder, die auf ein eventuelles Fotografierverbot aufmerksam machen.
Sehenswertes
Die Blaue Lagune:
Auch im rauen Island gibt es eine Blaue Lagune - sie liegt allerdings nicht an türkisblauem Meer und weißen Sandstränden. Die Blaue Lagune ist ein Abwassersalzsee des geothermischen Kraftwerks in Svartsengi. In diesem Hochtemperaturgebiet erreichen die Salzwasserquellen Temperaturen bis zu 240 Grad Celsius. Dem mineralienreichen Abflusswasser des Kraftwerks wird eine heilende Wirkung zugeschrieben. Deshalb wurde hier ein Thermalbad für 700 Badegäste eröffnet. Bei einer Wassertemperatur von etwa 38 Grad Celsius lassen sich die niedrigen Lufttemperaturen einfacher verdrängen. Für das umweltfreundliche Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur wurde die Blaue Lagune im Oktober 1999 mit dem Umweltpreis des isländischen Fremdenverkehrsrates ausgezeichnet.
Gullfoss:
Der "Goldene Wasserfall" - so lautet die wörtliche Übersetzung von Gullfoss - ist ein Wasserfall des Gletscherflusses Hvítá, der in zwei Stufen 32 Meter tief hinabstürzt.
Hekla:
Angsteinflößende Berühmtheit erreichte der 1.491 Meter hohe Vulkan. Hekla war im Mittelalter sogar in ganz Europa als das "Tor zur Hölle" berüchtigt. Glücklicherweise liegt sein letzter großer Ausbruch schon über 60 Jahre zurück, wenn auch kleinere im Januar 1991 und März 2000 stattfanden. Jahrhundertelang zerstörte der Hekla fruchtbare Weidegebiete der geplagten Inselbevölkerung.
Perlan:
Ein touristisches Highlight der Inselhauptstadt ist das Perlan ("Perle"). Dieser Warmwasserspeicher steht auf einer Anhöhe in einer Glaskuppel. Durch vier Tanks, die mit 24 Millionen Litern brodelndem Thermalwasser gefüllt sind, bleibt es permanent warm. In der 1.000 Quadratmeter großen Fläche befinden sich auch ein Wintergarten mit Palmen, Feigenbäumen, eine Simulation des Geysirs Strokkur und ein Restaurant, das sich pro Stunde um 360 Grad dreht. Zudem gibt es eine Aussichtsplattform mit Blick über die ganze Stadt.
Skógafoss:
Vom höchsten Wasserfall Islands stürzen bei einer Falltiefe von 60 Metern immense Wassermassen hinab.
Strokkur:
Der Strokkur ist als aktiver Geysir (Springquelle) ein häufig besuchter Publikumsmagnet. Alle fünf bis zehn Minuten speit das "Butterfass" eine bis zu 35 Meter hohe Fontäne aus.
Lesenswertes
Island.
Jens Willhardt und Christine Sadler, Michael Müller, 2015. Ein 730-seitiges Reisehandbuch mit aktuellen, umfangreichen Informationen und ausführlichen, ehrlichen Texten zu Island.
Städteführer Reykjavik: Reiseführer mit Faltkarte.
Sabine Barth, Vista Point, 2016. Sehr kompakter Cityguide mit ausfaltbarerer Karte und den wichtigsten Informationen zur Hauptstadt Islands. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Reise Know-How CityTrip Reykjavík.
Alexander Schwarz und Sabine Burger, Reise Know-How Verlag Rump, 2016. Umfangreicher Cityguide mit Extrakarte und ausführlichen Informationen.
Reisen mit Kindern
Island ist ein einzigartiges Urlaubsziel, das seine Gäste auf unterschiedliche Art bezaubern kann. Die für Mitteleuropäer eher unbekannte Natur ist es immer wert, auf kleinen oder ausgeprägten Wanderungen erlebt zu werden. Die zahlreichen Wasserfälle, Geysire und Vulkane sind landschaftliche Besonderheiten, die der ganzen Familie für immer in Erinnerung bleiben werden.
Daneben bietet Island eine ganz eigenartige Besonderheit: die Welt der Elfen! Der Kult um die Existenz von Fabelwesen ist das ideale Medium, das Interesse und die Begeisterung der Kinder für die Ausflüge zu den Naturschauspielen zu wecken. Besuchen Sie doch einmal das Elfen-Museum in Hafnarfjördur. Als Vorbereitung auf eine Reise ins Reich der Elfen empfiehlt sich die 2011 erschienene Neuausgabe von "Die Elfe im Schlafsack" von Wolfgang Müller, veröffentlicht im Verbrecher Verlag. Es vermittelt den Kindern die Zusammenhänge zwischen Elfen und Island.
Ein durchaus wirklicher aber nicht minder aufregender und eindrucksvoller Ausflug für Groß und Klein, ist eine Wal- und Delphinbeobachtung, an der man in Stykkishólmur und Kevlavík teilnehmen kann. Ein nasses Vergnügen ist ein entspannender Ausflug zur "Blauen Lagune". In der illustren Badeumgebung kann die ganze Familie bei 38 Grad Celsius warmem Wasser relaxen. Ein unauslöschliches Naturschauspiel ist die Mitternachtssonne. Die Sommernächte sind durchgängig hell und speziell im Norden lässt sich im Juni die Mitternachtssonne am besten beobachten.